Freilassinger Anzeiger vom 3. Februar 2007
Reaktion auf Leserbrief: Pflegeaufwand in einem Naturbad...
von Bernhard Schmähl
 

Reaktion auf Leserbrief: Pflegeaufwand in einem Naturbad...

Jeder Baggersee und fast jeder Fischweiher sind künstlich angelegt und trotzdem ist es Natur was sich dort breitmacht. Solche Wortspiele sind der Sache wenig dienlich und wirken an den Haaren herbeigezogen.
Zu den angegebenen Zahlen bezügl. Besucher oder Kosten möchte ich erwähnen, daß ganz gleich welche Position man vertritt, immer irgendwelche Fachleute oder Statistiken zu finden sind, die am die Zahlen und Aussagen liefern die man braucht um die eigene Sicht zu untermauern.
Warum sollten wohl Wildenten das Naturbad besuchen wenn sie 50 Meter entfernt die Sur und 200 Meter entfernt den Karpfenweiher als idealen Lebensraum haben?
Und wenn schon mal eine Ente im Naturbad was hinterlässt, wird wohl keine Epidemie ausbrechen! Ich habe regelmäßig Hautprobleme und Bindehautentzündung vom gechlorten Wasser bekommen, ist das besser?
Ich würde gerne mal die Werte vom Wasser im Abtsdorfer See (im Sommer) mit dem vergleichen was Frau Michael- Blagrave sich hier vorstellt. Ich vermute, daß der See sich da als „Todesfalle“ entpuppen würde.
Daß die Besucherzahlen um die weniger werden, die Sportschwimmen wollen oder ein Freibad mit Edelstahlbecken bevorzugen ist klar, die sollen ins Ainringer Bad gehen, dafür werden Leute wie ich kommen die, die Naturbad- Atmosphäre und die Freizeitmöglichkeiten auf dem weitläufigen Gelände bevorzugen. Wie viele es dann am Ende sind werden wir sehen. Auf alle Fälle hätte Freilassing ein Bad, das es in dieser Art im nördlichen Landkreis nicht gibt.


Bernhard Schmähl
Enzianstr. 35

83395 Freilassing