Lokalpresse vom 10. September 2008
Es ist schon merkwürdig in Freilassing
Zur Schliessung des Freibades zum 31.August
 

Es passieren schon merkwürdige Dinge in Freilassing,

Da wird das Freibad zur Sanierung bereits zum 31. August geschlossen, obwohl noch zwei Wochen Ferien in Bayern sind und obwohl an den meisten Tagen schönes warmes Sommerwetter und damit bestes Badewetter herrschte, und Kinder und Erwachsen gerne noch baden gegangen wären, aber sie standen vor verschlossenen Türen.

Nun, das könnte man noch verstehen, wenn es rege Bautätigkeit am Bade gäbe, man könnte denken, die Bauleute wollen noch schnell die Zeit bis zum Wintereinbruch nutzen und möglichst viel der Umbauarbeiten schaffen. Aber es herrscht Ruhe im Bade, keine Badegäste und keine Bauleute. Dann lesen wir, dass manche Ausschreibungen noch nicht ausgeschickt oder noch nicht beauftragt worden seinen. Und wir lesen, dass das Bad nun weiter nach der ersten Kosten-Erhöhung im Mai um 70.000 nun weitere zig-tausende mehr kosten solle.

Haben denn die Stadträte nicht genau aufgepasst ? Die Verhinderung der 6.Bahn ging knapp über die Bühne. Den jetzigen und weiteren Kostenerhöhungen muss nun wohl oder übel zugestimmt werden. Sicherlich keine spassige Angelegenheit. Hätte man wenigstens den Ferienkindern den Badespass noch bis zum Schulbeginn gegönnt. Aber so wird keiner so Recht Spass haben an der Sanierung des Freibades.

Zumal der Bürgerabeitskreis Freibad Freilassing in seiner Umfrage mit 920 Antworten klar herausgefunden hat, dass die Badegäste eine Verlängerung der Saison wünschten. Es wäre ein leichtes gewesen, diesen Bürgerwunsch umzusetzen. Aber nein, Bürgerbeteiligung scheint in Freilassing noch ein Fremdwort zu sein.

Schade, man könnte für Freilassing mehr erreichen, wenn alle am gleichen Strang und in die gleiche Richtung ziehen würden, und wenn man sich vorher abstimmen würde, in welche Richtung der Zug fahren soll.

Hermann Schubotz, Freilassing