Freilassinger Anzeiger vom 9. April 2009
Das neue Freibad öffnet an Pfingsten
Anhaltender Winter mit Frost verzögerte die Arbeiten in Brodhausen etwas
 
Bürgermeister Josef Flatscher (links) und Architekt Bernhard Thomele vom Städtischen Bauamt, verantwortlich für die Koordination der Umbaumaßnahmen des Freibades, am Nichtschwimmerbecken, dessen Beckenboden noch nicht eingeschweißt ist. Fotos: Schlosser
FREILASSING (schl) - Der lange und kalte Winter hat die Sanierung des Freibads etwas verzögert. An Pfingsten soll aber die Badesaison endlich starten. Über den Baufortschritt infomierten am Mittwoch Bürgermeister Josef Flatscher, Bernhard Thomele vom Städtischen Bauamt, Koordinator der Umbaumaßnahmen, und Dr. Ulrich Zeeb, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsförderung und Umwelt, bei einem Ortstermin.

Bernhard Thomele erklärt die wesentlichen Neuerungen ausführlich. Da ist zunächst im Blickfeld das wesentlich vergrößerte Nicht-schwimmerbecken mit geschwungenen spiralförmigen Seitenwänden. Wie an einem flachen Sandstrand begibt man sich nordseitig nur knöcheltief in das vorgewärmte Wasser, ehe es gemächlich tiefer wird bis maximal 1,40 Meter, wo dieser südseitige Bereich zugleich als Lehrschwimmbecken dient. Alles, was für den künftigen Strömungskanal, Wellenschaukel, Wasserpilz und so weiter nötig ist, wurde bereits sichtbar eingebaut. Dazu kommen ein Kletternetz über Wasser und Spritzdüsen.

Der frühere Standort des Babybeckens ist unverändert, nur ebenso im größeren Umfang, da jetzt zwei Becken im Höhenniveau etwas versetzt entstehen. Auch an die Kleinen wird mit allerlei Spaßfaktoren gedacht, seien es eine kleine Rutsche, Wasserdüsen mit Zufallsprinzip, Matschbereich oder dergleichen. Dort haben in einem Gebäude außerdem Eltern die Möglichkeit, ihre Sprösslinge zu wickeln. Neben einer behindertengerechten Toilette entstehen im gesamten Areal weitere zwei Toiletten für Behinderte.

Ein anderes Bild wie einst mit acht Bahnen ergibt das 50-Meter-Sportbecken, reduziert um drei Bahnen mit einer breiten Treppe als Ein- und Ausstiegshilfe. Im früheren Bereich der Wasserwachtkabine wurde das Technik-gebäude „durchgebrochen". Darin sind untergebracht die Technik für die Wasseraufbereitung und alles, was in Details damit in Zusammenhang zu bringen ist. Unter dem erhöhten Raum für die Schwimmmeister befindet sich der Kiosk (wobei man den gastronomischen Wünschen des neuen Pächters beim kugelförmigen Umbau entgegen kam), daneben die Toilettenanlage.

Den Schwimmmeistern steht ein wesentlich vergrößerter Raum statt des bisherigen Bestands zur Verfügung. Dies ist erforderlich für die Aufsicht wegen des in nördliche Richtung erweiterten Nichtschwimmerbeckens. Die so genannte Sonnenterrasse wird überdacht mit einer etwa 1.000 Quadratmeter großen Solaranlage.

 
 

„Wir können zwar durch den langen Winter mit Bodenfrost den beabsichtigten Eröffnungs-Zeitplan im Monat Mai beim derzeitigen Umbau unseres Freibades in Brodhausen nicht einhalten, dennoch überwiegt die Vorfreude, dass wir unserer Bevölkerung ein wunderschönes Bad mit vielen Attraktionen mit modernster Umwelttechnik bieten können. Ich rechne, dass wir an Pfingsten so weit sind, die Badesaison eröffnen zu können, wobei dann möglicherweise noch die eine oder andere Arbeit im Außenbereich anfällt. In diesem Zusammenhang möchte ich allen beteiligten Firmen und Handwerkern für ihre gute und reibungslose Arbeit danken", so Bürgermeister Josef Flatscher bei der „Baustellen-besichtigung".

Zwischen 30 und 40 Handwerker aus den verschiedensten, zumeist örtlichen Firmen werkeln. Es geht alles Hand in Hand. Der Baufortschritt zeigt dank präziser Organisation täglich erkennbare Fortschritte.

In einem im südlichen Badgelände erstellten großflächigen Zelt wird beispielsweise von großen Transportern angeliefertes Rohrmaterial auf die richtigen Längen verarbeitet. Und was da im Boden alles schon Hunderte von Metern verlegt und vergraben ist vom und zum Technikgebäude, in dem die Installationsarbeiten schon weit fortgeschritten sind, hat allein schon imposante Maße. Jeder Platz in den Räumlichkeiten ist bis auf den letzen Zentimeter genützt. Vom eingerüsteten Restaurantgebäude, das ja ebenfalls komplett saniert wird, bietet sich ein Rundumblick auf das Areal.

 

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