Südostbayerische Rundschau vom 22. September 2010
Der Dorfpolitiker
Gedicht von Rosi Behringer, Ainring
 

Sein Vater war der größte Bauer,
sein Hof neben dem Wirtshaus steht.
Ein Viehhändler ist er, ein schlauer,
der sonntags in die Kirche geht.

Franz war und ist ein „Ehrenmann“,
mit Bauland wurde er sehr reich,
kandidiert für CSU und dann
wurd Gemeinderat er gleich.

Streng und straff das Regiment
führt daheim die Frau Ottilie.
Und im Gemeindeparlament
Ist feig er, wie in der Familie.

Beim Wirt die Meinung er vertrat:
„Leut, ich schaukle Euch das schon“
Doch tagte der Gemeinderat,
stimmte er stets wie die Fraktion.

Am Anfang, als noch sein Mandat
ganz neu, da war der Franz noch ehrlich,
doch Sachzwang, Geltungsdrang, das tat
bald seine Wirkung nicht zu spärlich.

  So entfernt er sich vom Ziele,
Eigendynamik hat die Macht.
Geld und Geltung haben viele
auf den dunklen Weg gebracht

Er ist im „Clan“ fest eingebunden,
der Clan sorgt gut für seine Leute,
ließ manchen finanziell gesunden,
verhalf manchem zu fetter Beute.

Die linke Hand, die wäscht die rechte,
ein Freundschaftsdienst kann niemals schaden.
Und wenn sich einer wehren möchte,
wird manches ihm nicht mehr geraten.

Den Herrgott führt Franz gern im Mund,
auch wenn er sein Gebot verletzt.
Als Drahtzieher im Hintergrund
hat er schon manches durchgesetzt.

Weil s ihm an Mut und Weisheit fehlt,
trinkt er sich an mit Alkohol.
Doch bis der Bürger anders wählt,
entscheidet Franz über sein Wohl.

 
    Wieviel „ Franzen“ wohl regieren,
mit Machtgier und mit Unverstand?
maßen sich an, das Volk zu führen?
Gott mit Dir, mein Bayernland!
   

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