Freilassinger Anzeiger vom 19. März 2011
Solar und Wind kennen keine Kernschmelze
Leserbrief von Hermann Schubotz zur Atomkatastrophe in Japan 15.3.2011
 

Warum muss immer erst etwas geschehen, damit sich dann etwas ändert?

Seit Jahrzehnten wird von vielen weltweiten Experten vor der Unbeherrschbarkeit der Atom- Technologie gewarnt, es gibt laufend kleinere und grössere Störfälle, es gibt grosse Versorgungsprobleme, wie lange gibt es noch Uran? die Entsorgung ist null,null geklärt, es gibt kein einziges passendes Endlager, trotzdem wird munter weiterhin giftiger Atommüll produziert, denn unsere Enkel werden es schon richten, die werden jedoch mit Zorn auf unsere Atom-Generation zurückblicken, welchen kostspieligen strahlenden Müll wir ihnen überlassen.

Unter der Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren leiden die dortigen Menschen noch immer, der Schock bei uns hat seine Wirkung verloren, es wurden die Laufzeiten auch der veralteten Atommeiler verlängert. Erst die zweite grosse Atomkatastrophe in Japan bringt das halbherzige Moratorium der Laufzeitverlängerung. Nun können endlich ein paar der älteren und unsicheren Atommeiler abgeschaltet werden. Aber warum nicht konsequent ?

Die letztendliche Unkontrollierbarkeit der Atom-Reaktion, die Unfälle und Katastrophen sind bekannt, wo bleibt die Erkenntnis und Mut zur Tat der schnellstmöglichen Abschaltung der AKWs. Wenn Fukushima in Bayern läge, was das Schicksal verhindern möge, wäre das Thema schnellstens vom Tisch und selbst die verbohrtesten atomaren Betonköpfe würden keine Laufzeitverlängerung mehr fordern.

Auf der andere Seite gibt es Lösungen für die Energiefrage, und diese Lösung wächst gedeiht und blüht täglich und kann sukzessive ein AKW nach dem anderen ablösen, so wie es im rot-grünen Atomvertrag vorgesehen war. Die Lösungen der erneuerbaren Energien würde noch besser gedeihen, wenn sie nicht laufend eingeschränkt und “gedeckelt“ werden würde. Zur Rücknahme der Laufzeitverlängerung gehört auch eine weiterhin sinnvolle Förderung der erneuerbaren Energien, so dass sie so schnell wie möglich die atomaren und fossilen Energien ersetzen können. Strom aus Sonne Wind und Wasser sind ungefährlich und verursachen keine Kernschmelze. Deshalb Stop für Atom und freie Fahrt für Erneuerbare Energien.

Hermann Schubotz, Freilassing

 
__
zurueck
Umwelt-Webdesign-21, Nachrichten aus Agenda21 Umwelt Natur Energie Photovoltaik Solar und Klima
Web: www.umwelt-webdesign.info  | eMail  | Impressum  | designed by Primaweb  | ©1994-2011  | Datum: 21.03.2011