Freilassinger Anzeiger vom 18. Dezember 2012
Bürgersonnenkraftwerk Ainring nun schuldenfrei
Gut besuchte Jahreshauptversammlung im Café Zallis in Mitterfelden
  AINRING (schu) - Auf der Jahreshauptversammlung des Bürgersonnen-kraftwerkes Ainring, die sich auf das Jahr 2011 bezog, konnte der Vorstand seinen Gesellschaftern im neu eröffneten Café Zallis eine gute Botschaft verkünden, denn im aktuellen Jahr 2012 konnten die beiden Bankdarlehen zur Finanzierung der Photovoltaik-Anlagen gänzlich zurückgezahlt werden.

Auch im Jahr 2011 hatte Hermann Schubotz unter Mithilfe von Gesellschaftern und zahlreichen Helfern wieder die bewährten Solarbastelkurse im Landkreis Traunstein und in Oberbayern sowie im Salzburger Land durchgeführt und die Kinder spielerisch in die Solartechnik eingeführt. Beim Solarbastelkurs wird aus einer Fischdose und festem Karton mit einer Photovoltaik-Zelle ein schwimmfähiges Solarboot gebastelt. Insgesamt konnten im Jahr 2011 über 800 Kinder für die Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie begeistert werden.

Im März 2011 hatte Hermann Schubotz zusammen mit dem Geschäftsführer der Energiegenossenschaft der VR-Bank, Wolfgang Hirner, Solar-interessierten Bürgern aus dem Salzburger Land eine Einführung in die Gründung, Führung und Finanzierung von Bürgerkraftwerken gegeben. Dieser Rechenschaftsbericht wie auch der anschließende Rechnungsbericht, vorgetragen von Maria-Anna Eschlberger, wurden einstimmig angenommen und somit der Vorstand für 2011 entlastet.

Die Förderer des Bürgersonnenkraftwerks Ainring bekommen wie zu jedem Jahresende ihre zugesagten drei Prozent Zinserträge ausbezahlt. Nach dem offiziellen Teil der Gesellschafter-versammlung mit Diskussion um die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien genossen die Gesellschafter die Küche des Cafes mit Vollkorn- und Vollwertprodukten auf vegetarischer Basis.

 
  Der Versammlungsleiter Hermann Schubotz berichtete im Rechenschafts-bericht über die Erträge der Solarstrom-anlagen auf der Turnhalle in Mitterfelden und auf der Grundschule in Feldkirchen.

Beide haben ihr Soll von 940 kWh/kWp (Kilowattstunden per Kilowatt installierter Leistung) um elf Prozent überschritten. Die Anlage in Feldkirchen habe dank besserer Dachneigung sogar 22 Prozent Mehrertrag geliefert.

Mit dem Gesamtertrag von über 31.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom kann der elektrische Bedarf von etwa zehn Haushalten gedeckt werden. Der geerntete Solarstrom wird jedoch gänzlich nach dem Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) gegen eine auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Insgesamt haben die Solarstrom-Anlagen des Ainringer Bürgersonnen-kraftwerkes im Jahr 2011 die Klimabilanz der Gemeinde um über 20 Tonnen vermiedenem Kohlendioxid (C02) entlastet.


 
 
Entspannte Gesichter der Gesellschafter des Bürgersonnenkraftwerks Ainring nach getaner Arbeit, das Jahr ist gut verlaufen, der Solarertrag stimmt. Foto Schubotz
 
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