Freilassinger Anzeiger vom 23. Dezember 2014
Fröhliche Gesicher bei der Jahreshauptversammlung
Bürgersonnenkraftwerk Ainring wirft stabile Erträge ab - Auszahlung an Gesellschafter
Ainring (schu) Fröhliche Gesichter gab es auf der Jahreshauptversammlung des Bürgersonnenkraftwerks Ainring für das Jahr 2013, denn die Photovoltaik Anlagen (PVA) auf den Schulen in Mitterfelden und Feldkirchen laufen nach wie vor gut und geben stabile Erträge. Vorstandsmitglied Hermann Schubotz berichtete in seinem Rechenschaftsbericht, dass nach der Tilgung beider Bankdarlehen zur Finanzierung der Photovoltaik Anlagen nun Auszahlungen im zweiten Jahr an die Gesellschafter möglich werden. Denn entgegen landläufiger Meinung, dass mit der Photovoltaik eine „Goldene Nase“ zu verdienen sei, wurden die ersten 12 Jahre zur Finanzierung der PV-Module und Anlage benötigt.
Gute Stimmung bei der Versammlung des Bürgersonnenkraftwerks Ainring.
Zweiter von rechts Vorstandsmitglieder Hermann Schubotz und dritter von links Siegfried Eschlberger. Foto: Schubotz
Die Leistung der 14,8kWp Solarstromanlage auf der Turnhalle in Mitterfelden liegt unter der gleich starken PV-Anlage auf der Grundschule in Feldkirchen. In der Summe wurden mit einem Schnitt von 950 kWh per KWp (Kilowattstunden per installierter Leistung in Kilowatt-peak, das ist die Maßzahl zum Vergleichen von PV-Anlagen) 28.000 kWh erzeugt Damit können knapp 10 Haushalte mit Strom versorgt werden. Technisch gesehen wird der Strom im Gebäude verbraucht, sodass Schülerinnen und Schüler in den ersten Stunden des Tages in den Genuss von Solarstrom kommen.

Der geerntete Solarstrom wird jedoch komplett nach dem Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) für eine auf 20 Jahre garantierte Einspeise-vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dann sofort wieder verbraucht.

Insgesamt haben die beiden Solarstrom Anlagen des Ainringer Bürgersonnenkraftwerkes im Jahr 2013 die Klimabilanz der Gemeinde Ainring um rund 18 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxid Gases (CO2) entlastet.
Als Vertreter der Bürgersonnenkraftwerke im Landkreis BGL berichtete Schubotz von dem Treffen der bayerischen Solarinitiativen, das diesmal in Salzburg abgehalten wurde. In der Salzburger Resolution streben die Anwesenden Vertreter der Solarinitiativen eine vollständige Umstellung der Energie-versorgung auf erneuerbaren Energien an, das mit den 3 E´s erreicht werden soll, Energieeinsparung Effizienz-steigerung und Erneuerbare Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse.

Diese Forderungen ähneln sehr dem Kreistagsbeschluss von 2001, der ein Umstellung der Energieversorgung des Landkreises bis zum Jahr 2030 mit Erneuerbaren Energien anstrebt.

Der vorgetragene Jahresabschluß wurde genehmigt und der Vorstand entlastet.

Es gab der ersten Generationenwechsel, Gründungsmitglied Robert Winterer (links im Bild) gab seine Anteile ab an seine Tochter Christine.

Hermann Schubotz berichtete über die Solarbastelkursen in der Region mit rund 340 Kindern heuer und im Jahre 2013 mit 375 Kindern. Auch im Ainringer Ferienprogramm lieferten Gesellschafter des Bürgersonnenkraftwerkes einen Solarkurs mit voller Belegung. So werden Kinder spielerisch in die Solartechnik eingeführt und können so mit ihrer Begeisterung mithelfen und beitragen, dass immer mehr erneuerbare Energien den Strom und Energiebedarf der Wirtschaft und den privaten Haushalten decken können.

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