Freilassinger Anzeiger vom 15. Februar 2015
Die AfD braucht keine Energiewende
Leserbrief Hermann Schubotz, Freilassing
 

Zur Ankündigung der AfD Veranstaltung „Wie viel Energiewende brauchen wir?“ in der Ausgabe vom 28.1.2015 im Reichenhaller Tagblatt.

Ein interessanter Titel, deshalb ging ich hin. Referent Hein Tiede aus Freilassing hielt einen mit Powerpoint unterlegten Vortrag, basierend auf Folien von Dr. Günther Keil.
In weiten Teilen korrekt, man kann jede Statistik so oder so interpretieren, macht der Ton die Musik. Für mich war der Vortrag von Einseitigkeit, Verstetigung bestehender Vorurteile, und ohne Aufzeigen von Alternativen und deren noch größere Bedrohungen und Umweltschäden gekennzeichnet.

Herr Tiede, zog die grossen Anstrengungen der vielen Bürger und der Deutschen Regierung, ein neues Energiesystem auf die Beine zu stellen, leider ins Lächerliche.

Er beklagt den hohen Strompreis wegen der EEG-Umlage, (nach dem Gesetz zum Vorrang erneuerbare Energien) und erwähnt aber auch, dass über 50% des Strompreise aus Auflagen und Steuern bestehen. Der Staat hätte es also in der Hand, den Strompreis drastisch zu senken.

Es gab in den siebziger Jahren einen Kohlepfennig zur Verstromung der Kohle von damals sieben Pfennigen, der 1995 wegen Verfassungswidrigkeit abgeschafft wurde. Die Subventionierung des Steinkohleabbaus wurde nun aus dem Staatshaushalt finanziert, mit einer Gesamtsumme von knapp 100 Mrd. Euro.

Subventionen und Milliarden an Fördergeldern, erhielt die Atomindustrie im letzten Jahrhundert, alles aus Steuergeldern finanziert, beklagt wurde aber nicht das, sondern der geringe Wirkungsgrad der Windenergie und der Photovoltaik.

Es wurden eine riesige Grube im Wald zum Aufbau einer Windkraftanlage und „Spargel“- Windtürme gezeigt sowie eine „Landschafts-verschandlung“ angeprangert, aber nicht die riesigen Quadratkilometer großen Abbau Gebiete von Braunkohle in Brandenburg und im Rheinland, die eine gesamte Region auf Dauer zerstören.

Die bei der Veranstaltung anwesenden AfD Mitglieder und Zuhörer hätten eine bessere, ausgewogenere und sachlichere Darstellung der schwierigen auch weltweiten Energiesituation mit Aufzeigen von Alternativen und Verbesserungsvorschlägen verdient.

Ich glaube, dass wir hier mit Bürgern und Staat, ein neues Energiesystem rechtzeitig aufbauen können, trotz aller bekannten Widrigkeiten, bevor die alten und fossilen Energien unweigerlich zu Ende gehen und im Endstadium unbezahlbar teuer werden.

Ich denke, dass es eines verstärkten Forschungseinsatzes bedarf, um neue Technologien, Verbesserung der vorhandenen und wirtschaftlichen Speichersysteme zu entwickeln. Und ich hoffe, mein Leserbrief regt zum Denken und Eigeninitiative an.

Hermann Schubotz, Freilassing

 
Leserbrief Hermann Schubotz, AfD braucht keine Energiewende (Vollversion)
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