Freilassinger Anzeiger vom 9. Januar 2016
Die Sonne meinte es gut mit den Solarfreunden
Bei der Jahreshauptversammlung des Bürgersonnenkraftwerks Ainring Bilanz gezogen

Ainring (schu) Zufriedenheit strahlte aus den Gesichtern der Gesellschafter des Bürgersonnenkraftwerks Ainring auf der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2014, denn die Photovoltaik Anlagen (PVA) auf den Schulen in Mitterfelden und Feldkirchen laufen nach wie vor gut und geben stabile Erträge, die sogar das gute Ergebnis von 2013 noch um knapp 6% übertrafen. „Des einen Leid, des anderen Freud“ meinte Vorstandsmitglied und Versammlungsleiter Hermann Schubotz, denn die Landwirtschaft klagte über den trockenen Sommer.

Im Rechenschaftsbericht stellte er die Leistung der insgesamt 4 PVA mit 30 (Kilowattpeak) kWp Leistung mit einem Ertrag von fast 30.000 Kilowattstunden (kWh) vor, was einen Durchschnitts-ertrag von 1005 kWh pro kWp ergibt, womit knapp 10 Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden können. Die Anlagen laufen seit der ersten Anlage von 2001 – mit Erweiterungen bis 2007 – auf den Dächern der Sporthalle Mitterfelden und der Grundschule Feldkirchen technisch einwandfrei und benötigen nur eine geringe Wartung. Im Finanzbericht berichtete Maria-Anna Eschlberger die Details der Ein und Ausgaben. Da die Darlehen zum Bau der Anlagen vor 2 Jahren komplett getilgt waren, konnte wieder eine ansehnliche Ausschüttung beschlossen werden.
Der vorgetragene Rechenschaftbericht und Jahresabschluß wurde genehmigt und der Vorstand damit entlastet.


Zufriedene Gesichter auf der Versammlung des Bürgersonnenkraftwerks im Cafe Zallis in Mitterfelden. Von links: Ralph Hucke, Franz Messner, Karl Schwarzbeck, hinten Vorstandmitglieder Georg Thesz und Hermann Schubotz, Christine Abdoun-Winterer, Maria-Anna Eschlberger, rechts Vorstandmitglied Siegfried Eschberger und Karin Stephan.
Foto Hermann Schubotz

Hermann Schubotz berichtete über die Solarbastelkurse in der Region mit über 500 Kindern heuer und im Jahre 2014 mit 340 Kindern. Auch im Ainringer Ferienprogramm lieferten Gesellschafter des Bürgersonnenkraftwerkes einen Solarkurs mit voller Belegung. Auf diese Art werden Kinder spielerisch in die Solartechnik eingeführt und können so mit ihrer Begeisterung mithelfen und beitragen, dass immer mehr erneuerbare Energien den Strom und Energiebedarf der Wirtschaft und den privaten Haushalten decken können. Denn was im Kleinen bei den Solarbooten wirkt, kann genauso im Großen auf den Dächern oder Freiflächenanlagen funktionieren, denn Photovoltaik bedeute einfach Stromerzeugung aus Licht.

In einer Grafik zeigte der Versammlungsleiter den wunderbaren Anstieg des Zubaus von PV-Anlagen in Deutschland ab 2000 mit den Höhepunkten der Jahre 2010 bis 2012 von jeweils 7.500 Megawatt und dann den dramatischen und steilen Abstieg des Zubaus 2013-2015 auf jeweils die Hälfte des Vorjahres. Dieser stagniert nun mit 1.300 Megawatt auf einem niedrigen Niveau, dem Stand im Jahre 2007. Das stellt nur die Hälfte des gedrosselten Zubauziels von 2.500 MW dar.

Schubotz: Die Ainringer Solarfreunde sind froh und stolz, in den Gründerjahren die lokale und bayerische Solarbewegung mit angestossen zu haben, indem gezeigt wurde, dass eine Photovoltaik Anlage funktioniere und sich in unserer Klimalage auch „rechne“ und waren sicher, viele Hausbesitzer dazu angeregt zu haben, sich eine eigene PVA aufs Dach zu legen und somit einen Teil ihre Stromverbrauches selber mit dem Strom aus Sonnenenergie zu decken".


Die Sonne hat es gut mit uns gemeint, Ainringer Solarfreunde profitierten vom trockenen Sommer, Jahreshauptversammlung des Bürgersonnenkraftwerks Ainring im Cafe Zallis in Mitterfelden
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