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Ökologie im Reichstag in Berlin
Ökologie im Reichstag in Berlin

 
  Der Berliner Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages

Ökologie wird ganz groß geschrieben
Was der Besucher nicht ohne Weiteres erkennen kann: Das Reichstagsgebäude und die umliegenden Bundestagsbauten sind ein Ökosystem für sich. Energiesparende und umweltschonende Technik nach dem neuesten Stand ist Trumpf.

 
  Der „Rüssel" lenkt Licht in den Plenarsaal und transportiert Abluft ins Freie.
Der Rüssel lenkt Licht in den Plenarsaal und transportiert Abluft ins Freie.

Dazu gehört auch das trichterförmige Gebilde, der „Rüssel", der von der Kuppel des Reichstagsgebäudes in den Plenarsaal führt. Seine 360 Spiegel lenken blendfreies Tageslicht in den Saal, so dass weniger Strom für künstliche Beleuchtung nötig ist.

Umgekehrt transportiert der „Rüssel" die Abluft aus dem Plenum über die Kuppelöffnung ins Freie. Auch die Frischluft wird energiesparend durch große, schon im alten Reichstagsgebäude angelegte Schächte unter den Plenarsaal geführt und mit der erforderlichen Temperatur und Feuchtigkeit durch den Teppich in den Saal geleitet.

 

 
  Die Kuppel des Reichstages mit dem Energierüssel

Im Licht- und Ablufttrichter verborgen ist auch eine Wärmerückgewinnungsanlage, die die in der Abluft vorhandene Energie für die Beheizung des Gebäudes nutzt. Schließlich dient die mehr als 300 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage auf dem Süddach des Gebäudes als emissionsfreie Stromquelle. ... Das Kernstück des Konzepts, Energie ebenso rationell wie umweltschonend zu gewinnen und zu verwenden, sind die Blockheizkraftwerke des Parlamentsviertels. Der Brennstoff für ihre Motoren ist Biodiesel, der aus Raps gewonnen wird. So werden fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Mineralöl eingespart und deren Abgase vermieden.

 
  Das Brandenburger Tor gesehen durch ein Fester der Reichtagskuppel

Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kälte Kopplung wird die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme zum Heizen und Kühlen der Parlamentsgebäude genutzt.

Im Ganzen sollen die Kraftwerke durch diese Technik mehr als 80 Prozent des gesamten Energiebedarfs liefern.

 
  Berlin am Morgen, Blick vom Reichstag Mehr noch: Nicht gebrauchte Abwärme kann für die Kälteerzeugung in einer Absorptionskältemaschine oder, zumal im Sommer, in Form von warmem Wasser in einer rund 300 Meter tief gelegenen Erdschicht gespeichert und im Winter zurück-gespeist werden. Ein weiterer wasserführender Erdspeicher in rund 60 Meter Tiefe dient der Einlagerung von Kälte aus Winterluft. Dieses Grundwasser wird im Sommer zur Gebäudekühlung verwendet. Durch die Ausnutzung der Abwärme und den Verbund mit den Erdspeichern sind die Blockheizkraftwerke effizienter als andere Anlagen. Darüber hinaus wird durch das System einschließlich der anderen energiesparenden Techniken in den Bundestagsgebäuden auch der Ausstoß von Schadstoffen wesentlich verringert.  
    (Text entnommen der Broschüre: "Einblicke, ein Rundgang durchs Parlamentsviertel", siehe www.bundestag.de)
Fotos: 1: Hermann Schubotz, 2: Bundestagsbroschüre, 3: Frauke Meier, 4+5: Hermann Schubotz
 
       


 
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